Zum Mitmachen und Weiterleiten!
Ein generationsübergreifendes Erzähl- und Schreibprojekt
Mama, wo kommen die kleinen Babies her?
Ja, woher kommen sie denn eigentlich? Wie kommen sie auf die Welt?
Werden sie vom Storch gebracht? Oder hat die Hebamme sie in ihrer großen Tasche dabei? Was haben Sie als Kind geglaubt, wo die kleinen Kinder herkommen? Was haben Ihnen Ihre Eltern oder auch Großeltern darüber erzählt? Wie wurden Sie aufgeklärt und von wem?
Das "Märchen vom Klapperstorch" ist eigentlich kein Märchen, sondern ein Mythos, der vom Storchen als Glücksvogel berichtet, sich ab dem 17. Jahrhundert zunehmend auch bildhaft verfestigt und erklären soll, wo die kleinen Kinder herkommen. Diese Erklärung ist nirgends zu einer eigenen Geschichte ausformuliert, nur der Inhalt, die Kunde davon, wurde von Generation zu Generation weitergegeben.
"1950 machte unsere Lehrerin mit uns Erstklässlern einen Ausflug zu einer gefassten Quelle im Feld und erzählte uns, hier würde der Storch die kleinen Kinder holen und den Eltern bringen." Dazu gehörte auch die Behauptung, der Storch hätte der Mutter ins Bein gebissen, so dass sie wie eine Kranke im Bett liegen musste. Wenn die Kinder einen Storch sahen, riefen sie "Storch, Storch, guter, bring mit einen Bruder" oder "Storch, Storch, bester, bring mir eine Schwester".
Ab Ende der 1960iger Jahre verschwand der Klapperstorch zunehmend als Aufklärungsvehikel der Eltern. Die Schulen behandelten das Thema "Kinderkriegen" im Biologieunterricht. Der Mythos und der Klapperstorch als Symbol sind aber geblieben. Die Gesellschaft für biografische Kommunikation e.V. möchte nun generationsübergreifend diese Geschichten einsammeln und bittet dabei um ihre Mithilfe.
Schreiben Sie oder erzählen Sie uns Ihre Klapperstorchgeschichten oder wie Sie aufgeklärt wurden! Oder reden Sie mit Menschen aus Ihrem Umfeld, gerade wenn Sie in der Altenpflege, in der Schule oder im sozialen Umfeld arbeiten. Uns interessieren alle Geschichten, solche zum Schmunzeln aber auch solche, die nachdenklich stimmen. Und keine Bange, niemand soll mit seinen Aufklärungsgeschichten bloßgestellt werden. Alle Klapperstorchgeschichten, die dann im Rahmen des Projektes veröffentlicht werden sollen, werden nur mit dem Vornamen und Alter der Autoren versehen. Die beigefügten Geschichten sollen als Beispiele dienen.
Wir freuen uns auf Ihre Beteiligung.
Vorschläge bitte an: matthias(at)dialogbiografie.de