20 Jahre Mauerfall

Zeitraum: 
25. September 2009 - 27. September 2009
Ein biografisches Fazit

Im November 2008 hat die Gesellschaft für biografische Kommunikation e.V. erfolgreich die 1. Nordwalder Biografietage mit dem Motto "Nahsicht und Fernweh" ausgerichtet. Dieses Jahr ist das Schwerpunktthema "20 Jahre Mauerfall - Ein biografisches Fazit". Sicherlich sind wir in diesem Jubiläumsjahr nicht die einzigen, die sich diesem für Deutschland so wichtigen Thema widmen. Wir sind aber davon überzeugt, dass unser biografischer Ansatz und der besondere Veranstaltungmix eine außergewöhnliche Perspektive bieten werden.
Wolfgang Thierse hat einmal gesagt: "Wir können die Wende erst dann wirklich begreifen und verarbeiten, wenn wir anfangen, uns gegenseitig unsere Lebensgeschichten zu erzählen!" Das wollen wir auf den 2. Nordwalder Biografietagen tun. Besonders freuen wir uns, dass der Förderverein für biographische Arbeit e.V., das so genannte Biographiezentrum, dieses Jahr im Rahmen der 2. Nordwalder Biografietage den Deutschen Biographiepreis 2009 für Privat- und Verlagsbiographien verleihen wird. Auch wird die Jahrestagung des Biographiezentrums, einer Vereinigung von ca. 90 deutschen Biographinnen und Biographen in Nordwalde stattfinden.
Wir freuen uns gemeinsam mit Ihnen und allen Beteiligten auf drei spannende, informative und vor allem biografische Tage in Nordwalde. Die Biografietage finden unter der Schirmherrschaft von Landrat Thomas Kubendorff statt.

Freitag, 25.09.
14 Uhr Rathaus Nordwalde, Eröffnungsempfang mit Landrat Thomas Kubendorff und Verleihung des Deutschen Biographiepreises 2009 vom Biographienzentrum Deutschland mit Dr. Andreas Mäckler. Preisträger: Regisseur Rosa von Praunheim für den autobiografischen Film "Meine Mütter - Spurensuche in Riga". Siegerin in der Kategorie „Privatpublikationen“ ist Dr. Inka Postrach, Biografiedienstleisterin aus Hamburg.

15:30 bis 18:30 Uhr Jahrestreffen des Biographienzentrum Deutschlands (nicht öffentlich)

20 Uhr Museumsgaststätte Kalhoff, Stehgreif Kabarettist Thomas Kreimeyer, Berlin mit "Kabarett der rote Stuhl".

Samstag, 26.09.
14 Uhr Museumsgaststätte Kalhoff, Lesung "Wir wollten zu den Beatles..." von dem Fluchtversuch des DDR Bürgers Klaus Luthardt, seiner zweifachen Inhaftierung/Gefängnisaufenthalten, 1984 Freikauf durch die BRD. Moderation Dr. Inka Postrach. Anschliessend Gespräch.

17 Uhr Speicher auf dem Bispinghof, Ausstellungseröffnung und Buchpremiere zur Ausstellung des Fotografen Karlheinz Jardner (Spiegel, Süddeutsche, Frankfurter etc.) "Ganz nah Ost - die DDR im Frühjahr 1990". Herausgeber Peter Großhaus (ehemals Titanic, Junge Welt etc.). Das Buch wird im Oktober auf der Buchmesse in Frankfurt offiziell erscheinen.

20 Uhr Speicher auf dem Bispinghof, André Herzberg, Sänger der DDR-Kult-Band Pankow. Herzberg wird auch gerne als der Grönemeyer des Ostens bezeichnet, erzählt und singt aus seinem Leben vor und nach der "Wende".

Sonntag, 27.09.
10:30 Uhr bis 13 Uhr Speicher auf dem Bispinghof, Biografiewerkstatt/Erzählcafé geleitet von Dr. Andreas Mäckler, Biographienzentrum Deutschland. Hören Sie zu, erleben Sie mit und erzählen Sie selbst. Der Weg zu Ihrem biografischen Gedächtnis.

14 Uhr Museumsgaststätte Kalhoff, „Ich komme nicht mehr zurück in die DDR!“ Fassungslos vernimmt Inge Krausbeck im Februar 1988 am Telefon den vollkommen unerwarteten Entschluss ihres Mannes, von einem Verwandtenbesuch in der BRD nicht wieder nach Hause zu kommen. Lesung mit Inge Krausbeck und Ruth Damwerth aus dem Buch "Abschied aus der DDR", anschließend Gespräch.

17 Uhr Museumsgaststätte Kalhoff, Lesung mit der ehemaligen Bild Sportredakteurin Grit Hübener, geboren in Greifswald. Das Buch "Grenzwege-Lebensgeschichten aus einem geteilten Land" ist aus einer Serie für die Bildzeitung über eine Wanderung an der ehemaligen innerdeutschen Grenze entstanden. Sie erzählt von schicksalhaften Begegnungen - und stellt die Frage danach, wie Versöhnung aussehen kann.

20 Uhr Speicher auf dem Bispinghof, Film "Meine Mütter - Spurensuche in Riga" von Rosa von Praunheim. Im Alter von 94 Jahren offenbart die Mutter von Rosa von Praunheim ihm, dass sie nicht seine Mutter ist, sondern dass sie ihn 1942 in Riga adoptiert hat. Rosa von Praunheim macht sich mit der Kamera auf eine persönliche Spurensuche.

2. Nordwalder Biografietage 2009

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Gesellschaft für biografische Kommunikation e.V.