Emilie, 85 Jahre
An die Geburt meiner Brüder Paul und Edmund kann ich mich nicht mehr erinnern, wohl aber daran, wie Else, das elfte und letzte Kind unserer Familie, zur Welt kam. Es begann damit, dass mein ältester Bruder Ede, der schon lange nicht mehr zu Hause wohnte, zu Besuch kam. Wenn ihr Ältester kam, dann wurde meine Mutter ganz formell, band sich die Schürze ab und setzte sich mit ihm nicht etwa auf die Küchenbank, sondern um die Ecke in die Stube, so wie sie es sonst nur mit Besuch tat, der nicht zur Familie gehörte. Er war aber auch schon ein richtiger Herr.
Wie immer wenn Besuch kam, versuchte ich, in der Nähe zu bleiben.